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„Denk daran, wir beide sind die einzigen Fremdsprachigen hier. Du wurdest aber genauso gut aufgenommen wie ich“, so gratulierte der Kreisbrandmeister Harald Meyer bei der Jahreshauptversammlung am Freitag den „neuen“ stellvertretenden Kommandanten René Queren.
Der Umweltingenieur will nun, nachdem der bisherige stellvertretende Kommandant Georg Wachter sich nicht mehr zur Wahl stellte, in den folgenden sechs Jahren den ersten Kommandanten Thomas Wachter tatkräftig unterstützen.
René Queren hat erst – bedingt durch seinen Arbeitsplatz bei Wiegand-Glas - seit rund 18 Monaten seinen Lebensmittelpunkt in Hirschfeld. Bürgermeister Klaus Löffler bezeichnete ihn als Beispiel dafür, dass – wenn einer auf die Menschen zugehe und sich in die Dorfgemeinschaft einbringe – in seiner Gemeinde auch herzlich aufgenommen werde. Mit der Besetzung des stellvertretenden Kommandanten durch René Queren dokumentiere die Feuerwehr aber auch ihre Bereitschaft, Menschen von außerhalb zu integrieren und ihnen Verantwortung zu übergeben.
Der aus Moserberg/Mittelfranken stammende Ingenieur war schon in seinem Heimatort in der Jugendfeuerwehr und als Kommandant aktiv. Weiterhin hat im Rahmen des Feuerwehrwesens Ausbildungslehrgänge absolviert.
Seine neue Heimat empfindet er als ein uriges Dorf. Nach anfänglichen neugierigen Blicken und Beschnuppern sei er gleich bei der Feuerwehr, beim FC und in der Dorfgemeinschaft aufgenommen worden. Er sei mit Leib und Seele Feuerwehrmann, zum einen weil man anderen Menschen helfen kann, aber auch wegen der Geselligkeit. Die werde in Hirschfeld intensiv gepflegt. „Man arbeitet und feiert zusammen!“ Auch die Zusammenarbeit zwischen den Ortsteilfeuerwehren innerhalb der Gemeinde habe ihn beeindruckt. Neben seiner Kommandantentätigkeit habe er sich vor allem Weiterbildungsmaßnahmen auf die Fahne geschrieben. Und natürlich will er auch – sofern es sein Job zulässt – bei Arbeitseinsätzen mit vor Ort sein.
Ein wichtiges Anliegen der Feuerwehr Hirschfeld ist es, das wurde bei den Ausführungen deutlich, die eigentlich für 2011 geplante Fertigstellung der Sanierung ihres Feuerwehrhauses und des Schulungsraumes. Bis dato wurden 690 Stunden an Eigenleistung aufgebracht.
Bürgermeister Klaus Löffler sprach von einer gelungenen Umbaumaßnahme, „auch wenn die Nerven manchmal etwas blank lagen“. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde in den letzten Jahren 1,6 Millionen Euro in Hirschfeld und 300.000 Euro in das Feuerwehrhaus investierte.
Der Vorsitzende Christian Neubauer wies in seiner Rede auf die verschiedenen Aktivitäten hin. Als richtig habe sich die Anschaffung des Festzeltes erwiesen, konnte mit diesem durch die zwölfmalige Vermietung auch in 2011 ein Gewinn erwirtschaftet werden.
In 2012 werden das Vatertagsfest, die Einweihung des sanierten Feuerwehrhauses sowie die Feierlichkeiten zum 135-jährigen Jubiläum die Höhepunkte im Vereinsleben sein.
Kommandant Thomas Wachter sprach von „glücklicherweise nur drei Einsätzen“ in 2011. Insgesamt seien für Neuanschaffungen wie Helme, Schläuche, Feuerwehrschränke etc. 8.000 Euro ausgegeben worden. Er wies darauf hin, dass im kommenden Jahr zum erstenmal ein Kameradschaftstag durchgeführt werden soll. Natürlich seien auch eine Groß- und eine Nachtübung geplant.
Sowohl er als auch der Vorsitzende bedankten sich bei der Gemeinde, beim BRK und der Polizeiinspektion Ludwigsstadt für die gute Zusammenarbeit. Ihr Dank galt zudem allen Spendern, die die Feuerwehr unterstützt haben.
Kreisbrandmeister Harald Meyer bezeichnete die Hirschfeld Wehr als eine rührige Gesellschaft. Er forderte die Wehrmänner auf, ihr neues Feuerwehrhaus weiterhin mit Leben zu erfüllen. Markus Löffler von der Polizeiinspektion Ludwigsstadt bedankte sich für die Unterstützung und das gute Miteinander.
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger wies darauf hin, dass die Feuerwehren der Bevölkerung Sicherheit und Lebensqualität vermitteln. Er sprach von landkreisweit 1.400 Einsätzen in 2011.
Im Anschluss wurden vom Bürgermeister Klaus Löffler und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger Thomas Wachter, Claus Hadzelek und Georg Wachter für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Für den nicht anwesenden Dietmar Neubauer soll die Ehrung nachgeholt werden.

Bericht und Foto Veronika Schadeck Fränkischer Tag
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